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Friedensratschlag 2020 verschoben

(Rundmail vom 16.8.2020)

Wir wollten am ersten Dezemberwochenende wieder – wie seit über 25 Jahren – zu unserem Friedensratschlag in der Kasseler Universität zusammenkommen. Wir wollten diskutieren, was wir gemeinsam für einen wirklichen Paradigmenwechsel in der deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik entwickeln können und wie Abrü­stung reale durchgesetzt werden kann, diskutieren. Von zentraler Bedeutung sollte für uns sein, wie es gelingt, den Wider­stand und die Aktionen zu verstärken.

In unserem Einladungstext zum 26. Friedensratschlag wurde formuliert:

„Aber mit der Corona-Krise und ihren Folgen wurde endgültig klar, dass das Vorkrisen-System nicht als Vision einer lebenswerten Zukunft taugt. Die Krise beschleunigt einer­seits die weltweiten Konflikte. Wir hätten uns mit zunehmender außenpolitischer Aggressi­vität und dem damit verbundenen militärischen Drohpotenzial auseinandersetzen müssen.

Das US-Imperium und die NATO-Staaten steigern die Rüstungsausgaben zu neuen Rekor­den, die internationalen Rüstungskontrollsysteme werden zunehmend zur Makulatur. Für die deutsche Politik wird dieses immer mehr zur Zerreißprobe zwischen transatlantischer Anpas­sung und eigen­ständigen wirtschaftlichen Interessen zum Beispiel im Umgang mit Russland und China. Innenpolitisch hat die Corona-Krise eine neue gesellschaftliche Diskussion aus­gelöst, die vor allem vor dem Hintergrund der schwersten Wirtschaftskrise gesehen werden muss.

Dabei gewinnt die Forderung nach einer sozial-ökologischen Transformation unter Mitwir­kung der Betroffenen zunehmend an Bedeutung. Wir werden die hohen Defizite der öffent­lichen Daseinsvorsorge thematisieren, wie das nicht zukunftsfähige Wirtschafts­system und den Mangel an internationaler Solidarität. Alles steht in engem Zusammen­hang mit immer höheren Rüstungsausgaben und militärischen Drohkulissen. Die Menschen, die eine andere Politik wollen, werden mehr. Sie reden nicht nur darüber; sie handeln; sie mobilisieren auf Straßen, werben in Fabriken, Schulen und Hochschulen dafür, dass endlich demokratische Veränderungen erreicht werden.“

Der bundesweite Friedensratschlag 2020 sollte wichtige Impulse für künftige Aktivitäten und Aktionsschwerpunkte geben. Bei diesem Ratschlag wollten wir vor allem eine engere Kooperation mit Vertreterinnen der inter­nationalen Friedensbewegung entwickeln.

Aber die Bedingungen sind nicht so, dass wir diesen Ratschlag wie wir ihn vorbereitet hatten, durchführen können. Denn die Universität Kassel hat alle Präsenzveranstaltungen auch im Wintersemester 2020/2021 untersagt und wird für uns leider keine Ausnahme machen. Deshalb hat der Bundesausschuss Friedensratschlag beschlossen, erst im Dezember 2021 wieder einen regulären Friedensratschlag durchzuführen.

Derzeit wird überlegt, ob es eine andere, virtuelle Form einer friedenspolitischen Debatte geben sollte. Dazu erwarten wir auch eure Anregungen und Hinweise.

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