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Bilder und Kurzbericht

 


Bei der Vorabendveranstaltung zum 25. (Jubiläums-) Friedensratschlag in Kassel erfolgte vor etwas 100 Teilnehmern von Horst Trapp eine kurze Darstellung der Vorgeschichte des Ratschlages und der Wahl von Kassel als Treffpunkt der unterschiedlich sozialisierten Friedensbewegung aus alten und neuen Bundesländern. Anschließend  begeisterten "Die Grenzgänger" aus Bremen mit  Musikstücken und Episoden unserer Geschichte und aktuellen politischen Themen, holten dabei in Vergessenheit geratene Lieder aus den Archiven und bewegten sich dabei musikalisch zwischen Chanson, Swing, Folk und Rock.

Das Eröffnungsplenum in der vollbesetzten Aula der Universität Kassel mit mehr als 300 Teilnehmern war der Einstieg zu den aktuellen Fragen von Aufrüstungspolitik in Deutschland und der EU (Lühr Henken und Alain Rouy, Mouvement de la Paix), globale Kriegsursachen und Kriegsgefahren (Prof. Andreas Fisahn)  und Ansätzen zur Gegenwehr (Marlis Tepe, GEW). Prof. Andreas Eis würdigte als Mitveranstalter die Zusammenarbeit mit der Uni Kassel.

Anstelle der bisherigen Plenumsvorträge als "Zwischenrunde" im großen Hörsaal wurde diesmal erfolgreich ein neues Format erprobt: Jugend fragte und der langjährige UN-Diplomat Hans Christoph Graf von Sponeck antwortete zur heutigen Rolle der UNO im Spannungsfeld zwischen der Realität und den Erfordernissen für die Menschheit.

Das Abschlussplenum stand diesmal im Zeichen der 2018 neu entwickelten sozialen Bewegungen in Deutschland.Auf dem Podium vertreten waren deshalb neben Reiner Braun ("Abrüsten statt Aufrüsten", "Stopp Air Base Ramstein") und Marion Küpker ( „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“) auch zwei Vertreter anderer sozialer Bewegungen, wo das Friedensthema mehr oder weniger ausbaufähig ist. Corinna Genschel schilderte die Entwicklung von #Unteilbar und stellte sich einer konstruktiv-kritischen Debatte darüber, dass das Friedensthema im Aufruftext zur Großdemonstration in Berlin am 13. Oktober nicht enthalten war. Jan von Hagen berichtete als ver.di-Gewerkschaftssekretär von den langen und letztlich erfolgreichen Streikaktionen des Pflegepersonals an den Uni-Klinken Essen und Düsseldorf.

Einigkeit bestand darin, dass Wege gefunden werden müssen, das Friedensthema in andere soziale Bewegungen zu integrieren. Dabei geht es nicht nur darum, das Friedensthema wieder "auf die Straße" zu bringen, wie diesbezüglich die erfolgreich verlaufende Unterschriftenaktion "Abrüsten statt aufrüsten" zeigt, sondern auch dort hin zu kommen, wo die Friedensbewegung vor Jahrzehnten schon mal gewesen ist. Dass man das Friedensthema auch in die Betriebe hineintragen kann, haben ansatzweise die Streikaktionen des Pflegepersonals in Krankenhäusern gezeigt, wo offen sichtbar wird: Geld für mehr Arbeitsplätze und damit bessere Arbeitsbedingungen ist vorhanden, wenn nicht mehr Geld in die Rüstung fließt.

Inwieweit mit diesem neuen Umfeld sozialer Bewegungen auch eigene bundesweite Aktionen der Friedensbewegung im Vorfeld der EU-Wahlen 2019 umsetzbar sind, muss die für den 10. Februar 2019 in Frankfurt a.M. geplante Aktionskonferenz der Friedensbewegung zeigen.

Text und Bilder: Karl-Heinz Peil (3.12.2018)


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