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Andrea Kosicz: Abrüstung und Soziales

Andrea Kosicz als stellvertretende Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verwies zunächst auf den Kampf gegen den Faschismus, der mit der drohenden Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA geschwächt werde, um damit den großen Bogen zu spannen von der gewerkschaftlichen Initiierung des 1. September als Antikriegstag (mit einer DGB-Großkundgebung am 1.9.1957 in Frankfurt a.M.) zu den heutigen Herausforderungen.
Heute wird weniger Geld für zivile Investitionen als für Rüstung ausgegeben. Das führte auch kürzlich zu einem ungewöhnlichen gemeinsamen Auftritt von Gewerkschaften und Arbeitgeberverband, wo auf den dramatischen zivilen Investitionsstau hingewiesen wurde, der jährlich mit 45 Mrd. Euro abgebaut werden müsse. Andrea Kosicz listete im einzelnen auch das aus Kostengründen fehlende Personal in sozialen Bereichen auf, die überwiegend auch ver.di besonders betreffen:
 In Krankenhäusern fehlen derzeit bereits 162.000 Menschen. In Kitas fehlen 120.000 Erzieherinnen und Erzieher. In Schulen fehlen 50.000 Pädagogen. Studienplätze für Fachkräfte müssten stark angepasst werden. 880000 bezahlbare Wohnungen fehlen. Die Handlungsfelder für Gewerkschaften liegen damit auf der Hand.
In Zeiten des beschleunigten Klimawandels wird eine Welt-Umweltpolitik notwendig. 2,8% des BIP müssten für eine klimaneutrale Politik in den Verkehrs-, Wohnungs- und Dienstleistungssektor gesteckt werden. 10% der Rüstungsausgaben könnten weltweit die nachhaltige Entwicklung voranbringen. Ver.di unterstützt auch Fridays for Future. Klimapolitik und Sozialpolitik sind untrennbar miteinander verbunden und damit auch die Friedenspolitik.

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